KW 20 in Kürze

 

Torreich und farbenfroh ging es im Spiel zwischen Allstedt und der Zweiten des VfB San­gerhausen zu. 3:3 endete die Partie, jeweils ein Spieler der Teams sah die gelb-rote Karte. Als die Gastgeber nach Tref­fern von Eric Glieber (2) und Alexander Lucks nach 37 Mi­nuten schon 3:0 führten, sa­hen sie wie der sichere Sieger aus, Der VfB kämpfte sich aber ins Spiel zurück und kam durch Tore von Eric Kaufmann (2) und Youssef Nouhoum noch zum Ausgleich. Das 3:3 fiel in der 90. Minute.

Kögel macht alles klar

Im Duell der Aufsteiger zwi­schen Anhalt Sangerhausen und der Zweiten von Eintracht Lüttchendorf gab es ein 2:0 für die Gastgeber. Enrico Siedel brachte die Sangerhäuser in Führung (28.), Marvin Kögel machte den Sieg endgültig per­fekt (87.). Als verantwortlicher Coach beim Gewinner stand Anhalts Urgestein Ulli Kuhnke an der Seitenlinie. Er vertrat die aus privaten Gründen feh­lenden etatmäßigen Trainer Peter Skiba und Tobias Krull klasse.

Benndorf hält dritten Platz

BENNDORF/MZ - Es war die gleiche Punktausbeute, wel­che bei Benndorfs Faustbal­lern nach dem Spieltag auf heimischem Rasen zu Buche stand wie am ersten zwei Wochen zuvor. Mit drei Sie­gen und zwei Niederlagen wurde der dritte Tabellen­platz gefestigt. Lediglich der Übermacht des MSV Buna Schkopau mussten sich die Benndorfer erneut beugen, während sie im Mansfelder Duell gegen den MSV Eisle­ben abermals die Oberhand behielten. Die Lutherstädter konnten ebenfalls punkten, bleiben aber hinter Benn­dorf auf dem vierten Rang.

Die SG Mansfelder Grund schafft den Aufstieg in die Kreisoberliga. Doch Spielgemeinschaften dürfen dort (noch) nicht mitmischen.

HERGISDORF/MZ - Den Aufstieg zur Kreisoberliga hatten die Fußbal­ler der Spielgemeinschaft Mansfelder Grund schon in der Tasche. Am Sonnabend haben sie mit ei­nem 2:0 über Stedtens Zweite auch den Staffelsieg in der Kreis­liga perfekt gemacht (die MZ be­richtete). Gefeiert wird aber erst am kommenden Sonnabend nach dem letzten Saisonspiel bei der VSG Helmsdorf Gerbstedt. Dann gibt es auch Pokal und Medaillen.

Und dann? Fakt ist: Die SG Mansfelder Grund, 2007 aus Ger­mania Hergisdorf und Eintracht Kreisfeld gebildet, wird es in der Kreisoberliga nicht geben. „Wir spielen dann als Eintracht Kreis­feld", sagt Udo Dräger, bei der Eintracht Abteilungsleiter Fuß­ball. Denn die Regularien des Landesverbandes lassen Spielge­meinschaften nur bis zur Kreisli­ga zu. „Wir haben uns um eine Lösung bemüht, aber es führte kein Weg rein", so Dräger weiter.

Vielleicht sieht das ja in zwei oder drei Jahren anders aus. Denn, davon ist auch Trainer Matthias Bauer überzeugt, „an Spielgemeinschaften führt über kurz oder lang, gerade auf Dör­fern wie unseren, kein Weg vor­bei." Für den Start unter dem Namen Eintracht Kreisfeld indes spreche einerseits die Tradition, andererseits der Fakt, dass die überwiegende Zahl Fußballer der Aufstiegsmannschaft Mitglieder der Eintracht sind. Das Team je­denfalls wird laut Trainer Bauer weitgehend zusammenbleiben. „Aber auch wir müssen das Ende der Wechselperiode abwarten, bevor ich Namen nennen kann."

Auch Namen von Spielern, welche die Mannschaft verstär­ken können. „Wir bemühen uns ja schon ein halbes Jahr und einige haben schon fleißig mittrainiert. Ganz klar, dass wir den Klassen­erhalt als Saisonziel ausgeben", so Trainer Bauer. Alles andere wäre Illusion. „Wir betreten schließlich Neuland. Aber im Po­kal haben wir gezeigt, dass wir mithalten können", sagt der Trai­ner. Vorausgesetzt, es bleiben alle gesund. Das hat die Rückrunde gezeigt. „Da hatten wir ein paar verletzte Leistungsträger, die län­ger ausgefallen sind, und schon ist es nicht mehr so rund gelaufen wie in der Hinrunde", sagt Bauer.

Auch deshalb brauchen die Kreisfelder Verstärkung, haben mit Jerome Buchwald (30 Tref­fer) freilich auch den Top-Torjäger im Team. Wie wertvoll Buch­wald ist, zeigt Rot-Weiß Polleben. Dort spielte er vorher. Diese Sai­son schafften es die Rot-Weißen ohne ihn gerade mal auf 21 Tore sowie sechs Punkte und müssen absteigen. Damit das an der Hal­de nicht passiert, wird dort jetzt personell das Feld bestellt. Ein paar Kilometer weiter, in Helbra, wartet ein weiterer Kreisoberli­ganeuling. Wacker will, nachdem das Team vor einem Jahr aus der Landesklasse zurückgezogen worden war, neu durchstarten. Bauer jedenfalls könnte sich ein Spiel zur Saisoneröffnung zwi­schen Eintracht und Wacker gut vorstellen. „Oder gegen Wimmel­burg. Das lockt bestimmt auch je­de Menge Zuschauer an." Nun muss der Kreisverband Fußball nur noch entsprechend planen.

Talente haben sich qualifiziert

SANGERHAUSEN/MZ - Jonas Günther und Max Beck vom RSV Sangerhausen haben die Qualifikation für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft im Radball der Altersklasse U 13 in der Tasche. Die Schützlinge von Erfolgstrainer Axel Pfaffenberger gewannen das Halb­finalturnier in Bilshausen und sind so beim Kampf um den Titel dabei. Beim Tur­niersieg in Bilshausen ge­langen dem jungen Duo vier Siege aus den fünf Partien.

Romonta wehrt sich lange gegen Spitzenreiter der Landesliga.

EISLEBEN/MZ - Zwei Punkte sind die bescheidene Ausbeute der Mansfelder Vertreter in der Landesliga Fußball. Während der MSV Eisleben und Eintracht Lüttchendorf ein Remis holten, ging Romonta Stedten leer aus. Allerdings hatten die Männer von der Kippe mit Spitzenreiter Rot- Weiß Thalheim auch den dicks­ten Brocken vor der Brust. Mithin darf das 0:1 als achtbares Ergeb­nis gelten, zumal die Stedtener ganz nah dran waren am Punkt­gewinn. Denn erst in der zweiten Nachspielminute traf Grunert für die Gäste. „Wir haben alles umge­setzt, was wir uns vorgenommen hatten. Und, wenn wir in Füh­rung gehen, läuft es vielleicht zu unseren Gunsten. So kann man mal verlieren", sagte Stedtens Trainer Uwe Zorn. Am nächsten Sonnabend muss er mit seiner Mannschaft zu Eintracht Elster, mithin also Thalheims Verfolger.

Mauritz gelingt der Ausgleich

32 Punkte hat Eintracht Lütt­chendorf nach dem 1:1 in Brach­stedt auf dem Konto. Die reichten vorige Saison massig zum Klas­senerhalt. Allerdings gab es da mit Dölau und Zorbau auch zwei

Aufsteiger zur Verbandsliga und nur zwei Absteiger. Aktuell sieht es nach drei Absteigern aus und der 13., derzeit ist das Landsberg, muss in die Relegation. Für Ein­tracht steht mit 32 Punkten aktu­ell Platz elf zu Buche bei vier Zäh­lern Vorsprung auf eben jene Landsberger. Da ist also noch nichts in trockenen Tüchern bei drei noch ausstehenden Spielen. Schon nach 15 Minuten war Ein­tracht in Rückstand geraten. Kurz vor der Pause glich Sebasti­an Mauritz aus. Dabei blieb es.

Bloßfeld trifft per Strafstoß

Ein 2:2 brachte der MSV Eisleben vom Spiel bei Aufsteiger Rot- Weiß Zerbst mit. Da hatten sich die Lutherstädter wohl mehr er­wartet. Zweimal mussten sie ei­nem Rückstand hinterher laufen. Und kaum hatte Philipp Baierl in der 75. Minute ausgeglichen, leg­te Specht für Zerbst wieder vor (78.). Drei Minuten vor Schluss sicherte Patrick Bloßfeld per Strafstoß den Punkt. Mittwoch fährt der MSV nach Thalheim.

 

Verbandsligist 1. FC Romonta rückt mit Sieg in Merseburg auf Platz zwei vor. Arnstedt unterliegt bei einem Abstiegskandidaten.

MERSEBURG/MZ - Eine andere Mannschaft wäre nach zwei Tref­fern innerhalb von 60 Sekunden eingebrochen. Nicht so der 1. FC Romonta Amsdorf. Der Ver­bandsligist antwortete postwen­dend und gewann beim VfB Imo Merseburg am Samstag mit 3:2.

Der doppelte Roldan-Arias

Damit rückten die Schützlinge von Recardo Egel auf Platz zwei vor und würden mit einem Heim­sieg am Himmelfahrtstag gegen Haldensleben die Spitze über­nehmen. Zumindest bis zum kommenden Sonntag, 15.45 Uhr. Dann könnte Stendal im Hölz­chen gegen Sangerhausen gekon­tert haben. „Wir genießen das jetzt", machte Egel keinen Hehl aus seiner Stimmungslage und aus jener der Mannschaft. „Als ich den Trainerposten in Ams­dorf übernommen habe, hätte ich nicht gedacht, dass sich hier so et­was entwickeln könnte", sagte er gestern. Denn zum Fußball gehö­re mehr als Talent, Können, Spielverständnis und Umsetzen der Taktik. Der Spruch „Elf Freunde müsst ihr sein" ist in

Amsdorf wiederbelebt worden. „Was die Jungs für einen Spaß miteinander haben, Wahnsinn."

Und Egel ließ trotz des knap­pen Ergebnisses keine Zweifel zu. „Wir haben verdient gewonnen, hätten eigentlich schon viel eher alles klar machen müssen", sagte er und freute sich besonders für Victor-Ramon Roldan-Arias. Hatte dieser eine Woche zuvor gegen Dölau noch klare Chancen ausgelassen, netzte er jetzt gleich zweimal ein. Es waren seine Sai­sontreffer neun und zehn (0:2, 48., 2:3, 62.). Er, Pawel Kudyba (0:1, 36,, 22 Treffer) sowie Ale­xander Gründler (25) bringen es allein auf 57 Treffer. Zum Ver­gleich. Der VfB Sangerhausen und Fortuna Magdeburg haben gemeinsam nur eine Ausbeute von 56. Für Merseburg trafen Schaaf (60.) und Rolleder (61.). „Das kam wie aus dem Nichts", so Egel, der wusste, dass das Spiel kippen könne. „Aber, wie wir ge­antwortet haben, das war klasse."

Von Merseburg sei eigentlich nur in den letzten 20 Minuten et­was zu sehen gewesen. „Da haben sie sich noch einmal gewehrt", so Egel. Denn Imo droht nicht nur der Meistertitel zu entgleiten,

sondern auch der Aufstieg. Dieser ist für die Amsdorfer kein Thema.

Nur Zander hat getroffen

Lange um den Aufstieg mitge­spielt und darüber geredet haben die Arnstedter in der vorigen Sai­son. Aktuell sind sie davon mei­lenweit entfernt. Erst recht nach dem 2:3 am Samstag beim Abstiegskandidaten 1. FC Bitterfeld- Wolfen. Trainer Thomas Voll­mann musste unter anderem auf Angreifer Matthias Härtl verzich­ten. Als Ersatzkeeper saß Robby Richter auf der Bank. Schon erstaunlich, nachdem er so lange wegen Rückenproblemen gefehlt hatte. Dennoch: Im Jahnstadion sollte eigentlich ein Sieg her, stre­ben doch die Edelweißen zumin­dest einen versöhnlichen Saisonausklang an. Doch daraus wurde nichts. Denn lediglich Bitterfeld- Wolfen zeigte den absoluten Sie­geswillen und stemmte sich mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg. Da reichten auch die zwei Treffer von Martin Zander nicht, um den Edelweißen zu et­was Zählbarem zu verhelfen. Mit­hin folgen jetzt zwei Heimspiele gegen den Burger BC (27. Mai) so­wie Aufsteiger Dölau am 3. Juni.