Felix Zimmer trotzt bei Freiwasser-DM in Magdeburg Kälte, Regen und Wind

Eisleben/Zimmer: Felix Zimmer vom SV Eisleben-Sangerhausen startete am vergangenen Wochenende als einziger Schwimmer des Vereines bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im  Freiwasserschwimmen, welche im Barleber See bei Magdeburg ausgetragen wurden. Der 13-jährige Sportschüler und Freistilspezialist startete über die Distanz von 2,5 Kilometer und kämpfte in seiner Altersklasse (2003) mit insgesamt 40 gleichaltrigen Jungen um den Sieg.

Bei 16 Grad Lufttemperatur, ergiebigem Regen und böigem Wind kostete es Felix, sowie den 54 anderen Teilnehmern seines Laufes, einiges an Überwindung, sich nach erfolgter Erwärmung in die aufgewühlten Fluten des Sees zu stürzen.  Die Wettkampfstrecke bestand aus einem Dreieckskurs mit einem Umfang von 1250 Metern, welcher zwei mal zu umrunden war. Das Vorankommen wurde, je nach Position auf der Strecke, unterschiedlich erschwert. Nach dem Massenstart bremste starker, böiger Gegenwind mit Wellengang die Aktiven ab, um sie auf der zweiten Teilstrecke des Dreieckskurses  anzuschieben und letztendlich, im dritten Teilstück, weit seitlich von der Ideallinie abzutreiben. So schwammen alle Teilnehmer große Umwege und damit wohl auch mehr als die eigentlich angesetzten 2500 Meter.

Auch die Wassertemperatur von 21 Grad erschien, im Gegensatz zur Lufttemperatur, zunächst warm, führte jedoch nach kurzer Zeit bei vielen Sportlern zu Kälteerscheinungen. Diese zeigten sich bei den Athleten in Form von Krämpfen und von den Zuschauern gut erkennbar in stark nachlassender Schwimmgeschwindigkeit.  

Für alle Teilnehmer bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt echte Gefahr. Der Veranstalter hatte zahlreiche Begleitboote mit Rettungskräften im Einsatz, welche mehrere erschöpfte und frierende Sportler aufnahmen und in Decken gehüllt sicher an Land brachten. Wärmende Neoprenanzüge sind bei den Deutschen Meisterschaften, bei diesen Wassertemperaturen und in dieser Altersklasse nicht zulässig.  Felix, für den der Trainings- und Wettkampfbetrieb an der Sportschule in Halle normalerweise in der 30 Grad warmen Schwimmhalle stattfindet, hielt durch, trotzte allen Wetterunbilden und schlug nach 33:15,59 Minuten als fünfzehnter seines Jahrgangs am Zielbalken an.

Stark zitternd freute er sich noch im Zieleinlauf über die erbrachte Leistung und auf die endlich beginnenden Sommerferien.