KW 33 in Kürze

 

Für die beiden Aufsteiger gab es am 1. Spieltag noch keine Punkte. Eintracht Kreisfeld unterlag ge­gen Wimmelburg knapp 2:3. Vi­ze-Kapitän Marcel Gille, am Don­nerstag glücklicher Vater eines kleinen Jungen geworden, sagte: „Wir haben Lehrgeld gezahlt. An jedem Tor hatten wir mit indivi­duellen Fehlern unseren Anteil." Drei Treffer schoss dagegen der andere Neuling, Romonta Sted­ten II, bei den Kickers Gonnatal in Pölsfeld. Zu einem Punktge­winn reichte es dennoch nicht, wohl aber zu einem Kompliment: „Stedten hat ein starkes Spiel ge­zeigt, wir hatten unsere Mühe", so Gert Böttger, Mannschaftslei­ter der Kickers.

Begnügsamer Meister

Aus dem von vielen erwarteten Kantersieg vom VfR Roßla gegen die zweite Mannschaft von Ein­tracht Lüttchendorf wurde nichts. Der Meister quälte sich zu einem l:0-Erfolg. Für den Treffer war VfR-Torjäger Matthias Haus­chulz zuständig. Und: Bei den vie­len Kontern der Eintracht-Reser­ve lag sogar noch der Ausgleich in der Luft.

Gelungener Einstand

Nach seinem ersten Punktspiel freute sich der neue Trainer des VfB Oberröblingen, Daniel Rich­ter, über einen Sieg im Stadt-Der- by gegen Anhalt Sangerhausen. Mit 3:1 behaupteten sich die Gastgeber. Mit Denny Webecke (VfB) und Benjamin Kindl (An­halt) mussten zwei Spieler mit Gelb/Rot vom Feld.

Remis und Niederlage

EISLEBEN/MZ - Der SV Bräun­rode und die BuSG Aufbau Eisleben sind durchwachsen in die neue Landesklasse- Saison gestartet. Bräunrode, die Mannschaft von Trainer Mike Wiele, musste sich trotz einer 2:0-Führung beim FSV Rot-Weiß Alsle­ben am Ende mit einem 2:2 begnügen. Die BuSG Aufbau Eisleben hat derweil mit 2:4 gegen den SV Eintracht Emseloh verloren.

Vorerst nicht mehr oben

BERLIN/MZ - Der FSV Wacker Nordhausen mischt in der Fußball-Regionalliga erst einmal nicht weiter ganz oben mit. Die Mannschaft von Trainer Volkan Uluc hat am Sonntagnachmittag sei­ne erste Saisonniederlage kassiert. Bei der zweiten Mannschaft von Hertha BSC Berlin setzte es ein 0:1. Jordan Torunarigha, der bei der Alten Dame auch schon Bundesliga-Luft schnup­pern durfte, erzielte Mitte der zweiten Hälfte das Tor des Tages.

Die erste große Überraschung

SANGERHAUSEN/MZ - Am ers­ten Spieltag der neuen Kreisoberliga-Saison hat es direkt eine Überraschung gegeben. Der SV Wacker Helbra, der nach einem Jahr Pause den Spielbetrieb erst wieder aufgenommen hat, hat überraschend deutlich mit 4:1 gegen Meister­schaftskandidat Fortuna Brücken - der in der Vorwo­che selber noch überra­schend Eintracht Emseloh aus dem Pokal warf - gewon­nen. In dieser Höhe nicht zu erwarten war auch der 8:2- Kantersieg des SV Allstedt über den SV Welbsleben.

Eintracht II an der Spitze

SANGERHAUSEN/MZ - Der erste Tabellenführer der neue Saison in der Fußball- Kreisliga kommt aus dem Raum Sangerhausen. Die zweite Vertretung von Ein­tracht Emseloh setzte sich am Sonntagnachmittag mit 6:2 beim SV Rohnetal Wolferstedt durch und über­nahm die Führung in der Ta­belle. Der hochgehandelte Aufsteiger FC Hettstedt setzte sich im Derby gegen Rot-Weiß Großörner trotz 0:2-Rückstand noch mit 4:2 durch.

Mit Kantersieg an die Spitze

HERGISDORF/MZ - Der SV Germania Hergisdorf hat zum Saisonauftakt mit 8:1 beim SV Merseburg-Meu­schau II gewonnen und sich direkt an die Spitze der Re­gionalklasse Süd geschoben. Beim Kantersieg trafen Jes­sica Spyra dreifach, Sabrina Michel und Anne Ringel doppelt sowie Jessica Krisch einmal.

Sangerhausen kassiert in Halle sieben Gegentore.

HALLE/MZ - Wenn man sich als Spieler oder Trainer ein perfektes Fußballspiel skizzieren könnte, würde das mit Sicherheit immer ein frühes Tor beinhalten. Dem­nach hat Verbandsligist VfB Sangerhausen am zurückliegenden Samstagnachmittag das perfekte Spiel abgeliefert - zumindest für ein paar Minuten. Nach 90 Minu­ten nämlich stand zum Saison­start eine 2:7-Niederlage auf dem Konto des VfB.

„Hinten zu nachlässig"

Sangerhausen ist mit der Klat­sche beim BSV Halle-Ammendorf denkbar ungünstig in die neue Spielzeit gekommen. Also, so im Großen und Ganzen. Denn wie gesagt war der Start gut. Oder so­gar „eigentlich optimal", wie Da­niel Trautmann sagte.

Der 41-jährige Defensiv-Routi­nier konnte bereits in der zweiten Minute mit ansehen, wie Kevin Schäffner die Gäste in Führung brachte. Ein frühes Tor bringt in der Regel immer Sicherheit und spielt jeder Mannschaft in die Karten. So auch Sangerhausen am Sonnabend in Halle. Nur: „Man hat mal wieder gesehen", so Trautmann, der in Abwesenheit von Marcus Rauer (Kreuzbandriss) Kapitän des VfB ist, „wie schnelllebig der Fußball ist."

Eine Phrase. Jedoch mit viel Wahrheitsgehalt. Denn schon nach 24 Minuten stand es 3:1 für die Gastgeber. Wobei Sangerhau­sen nicht schlecht aufgetreten ist, wie Trautmann fand. „Wir waren nur hinten zu nachlässig", sagte er. Zur Halbzeit stand es sogar be­reits 5:1 für Halle.

Für Routinier Trautmann hat die deutliche Niederlage jedoch auch etwas positives mitgebracht: einen Lerneffekt. „Für die Jungs", sagte er, „war es eine richtig gute Lehrstunde, wie schnell man bestraft werden kann", sagt er. Hal­le-Ammendorf spielte mit einfa­chen Mitteln, zumeist diagonalen Bällen. Und: „Wir haben es nicht verstanden, diese richtig zu ver­teidigen."

Lehrgeld gezahlt

VfB-Trainer Raik Olbricht hatte ein junges Team - sechs Spieler waren unter 25 - auf das Feld geschickt, das in manchen Szenen Lehrgeld zahlen musste. „Das ist eine Lernphase", so Daniel Trautmann, „zum Beispiel haben alle nach dem 1:0 gedacht, die wären jetzt geschockt. Aber die waren nicht geschockt." Letztendlich, meinte der 41-jährige Routinier, „könnte so ein Spiel vielleicht so­gar lehrreicher sein, als wenn wir knapp verloren hätten".