Rückblick KW 23

 

Keine zehn Kilometer vom An­halt* Sportplatz entfernt verspiel­te Olympia Berga die letzte Chan­ce auf den Ligaverbleib. Beim be­reits feststehenden Absteiger Möve Riethnordhausen reichte es nur zu einem 2:2. Dabei lagen die Gastgeber nach Toren von Martin Ditscher und Christian Berg­mann sogar schon 2:0 in Füh­rung. Olympia streckte sich zwar noch einmal, doch mehr als der Ausgleich durch Treffer von Da­niel John und Denny Tritt sprang nicht heraus. Am Ende blieb die Gewissheit, dass der Meister von 2015 absteigen muss.

Treffer am Fließband

Den letzten Schritt in den siche­ren Hafen machten die von Ki­ckers Gonnatal und auch der SV Welbsleben in torreichen Spie­len. Der alles überragende Mann auf dem Platz beim 6:0 der Ki­ckers gegen die zweite Vertretung Lüttchendorfs war Marcus Paper. Fünf der sechs Tore gingen auf das Konto vom Angreifer, Christi­an Stüber war für das zwischen­zeitliche 3:0 zuständig. Spannen­der ging es da schon in Welbsle­ben zu. Hier sorgte Marian Karbe mit seinem Treffer in der Nach­spielzeit zum 5:3-Endstand dafür, dass auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt der Nordlichter verschwanden. Mit acht unge­schlagenen Partien in Serie zum Ende der Saison kletterte der SV noch aus dem Tabellenkeller.

Zettel lässt Fortuna jubeln

Wenig Treffer bekamen die Zu­schauer im Spitzenspiel zwischen Fortuna Brücken und dem VfB Sangerhausen II zu sehen. Letzt­lich gewann das beste Rückrunden-Team gegen den frisch gebackenen Meister mit 1:0. Das ent­scheidende Tor fiel bereits nach zehn Minuten durch Stefan Zettel per tollem Heber. Die beste Chance der jungen Gastmann­schaft vergab Janek Hetke, er donnerte Mitte der ersten Hälfte einen Elfmeter an die Querlatte.

Hauschulz trifft und trifft

Den klarsten Sieg des Spieltages fuhr Vizemeister VfR Roßla ein. Beim 7:1 gegen Wacker Helbra traf, na klar, Matthias Hauschulz am besten. Dreimal war der VfR- Torjäger erfolgreich und hat nun fantastische 46 Tore auf seinem Konto. Zum Vergleich: Die Ab­steiger Lüttchendorf II (37 Tref­fer) und Riethnordhausen (29) schafften als Mannschaft nicht annähernd so viele Treffer wie Roßlas drangvoller Knipser.

800-Meter-Talent qualifiziert sich für die WM.

SANGERHAUSEN/MZ/PL - Maximili­an Sluka wird immer schneller. Beim 10. Sparkassen-Cup in Osterode (Niedersachsen) ist der Sportschüler aus Sangerhausen in einem spannenden und vor al­lem schnellen Rennen über die 800 Meter Zweiter geworden - knapp geschlagen von Oskar Schwarzer (TV Groß Gerau). Der ein Jahr ältere Hesse setzte sich mit seiner Zeit von 1:49 Minuten auch gleich an die Spitze der deutschen Bestenliste - dicht ge­folgt von Sluka, der für die Halle­schen Leichtathletikfreunde (HLF) startet. Trainer Wolfgang Thier war mit der Leistung zu­frieden.

Dass Maximilian Sluka nicht nur über die 800 Meter schnell ist, bewies er in Dessau. Beim traditionellen Internationalen An- halt-Meeting im Paul-Greifzu- Stadion zeigte der Sportschüler, dass es auch für schnelle Zeiten über die harten 1500 Meter gut ist. Der Start über diese Distanz gehört eigentlich zum Vorberei­tungsplan für die Deutschen

Meisterschaften der U 20 und U18 in Rostock in der letzten Juli-Woche. Im legendären Ostsee­stadion wird Maximilian Sluka dann wohl über die 800 Meter an den Start gehen.

Aber sein Lauf über die 1500 Meter in Dessau hatte noch einen anderen sehr positiven Nebenef­fekt: Sluka lief diese Mitteldis­tanz nämlich in 3:45,10 Minuten. Damit knackte er die Norm für die Junioren-Weltmeisterschaft. Die findet in Tampere (Finnland) statt. Mit diesen Zeiten dürfte der das Sangerhäuser Läuferass auch seinen Platz in der Junioren-Na­tionalmannschaft gesichert ha­ben.