Special Olympics Sachsen-Anhalt

21. 09. 2020

Special Olympics Sachsen-Anhalt stellt sich vor

Special Olympics ist der Sportverband für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung. Die Bewegung wurde vor über 50 Jahren von einem Mitglied der Familie Kennedy in den USA gegründet. Heute ist Special Olympics eine weltweite Bewegung, der über 4 Millionen Athletinnen und Athleten aus 175 Ländern angehören.

Special Olympics Sachsen-Anhalt wurde am 05.09.2013 in Halle (Saale) gegründet. Unser Ziel ist es, für Menschen mit geistiger Behinderung (MmgB) sportliche Angebote nach dem Special Olympics Konzept zu unterbreiten, ihr Selbstwertgefühl und ihre Anerkennung in der Gesellschaft zu steigern und ihnen das Erlebnis einer Teilnahme an Wettkämpfen von Special Olympics zu ermöglichen. Doch auch außerhalb des Wettkampfbetriebs wollen wir die bisher nur sehr eingeschränkten Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung am organisierten Sport- und Vereinsleben verbessern. Der Landesverband Special Olympics Sachsen-Anhalt besteht aus Sportvereinen, die sich dem Sport für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung verschrieben haben, Institutionen der Behindertenhilfe, (Förder-)Schulen, Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Einzelmitgliedern und Fördermitgliedern.

Unser Landesverband bietet derzeit Sportwettbewerbe in über 10 Disziplinen an (als Sommersportarten Reiten, Bowling, Tischtennis, Leichtathletik, Rollerskating, Fußball, Schwimmen, Handball, Radfahren und als Wintersportarten Schneeschuhlauf, Ski Langlauf, Floorball und Tanzen) und ständig werden es mehr. Das Besondere dabei ist das Sportkonzept. Ein Klassifizierungssystem und das Prinzip des Aufstiegs bilden dabei den Kern. Das Klassifizierungssystem von Special Olympics ist der fundamentale Unterschied zu allen anderen Sportorganisationen und garantiert jedem Sportler faire und spannende Wettbewerbe. Zuerst werden die Sportler nach festgelegten Kriterien (Leistungsvermögen, Alter, Geschlecht) in homogene Leistungsgruppen eingeteilt. Somit treten nur Athleten mit vergleichbarem Leistungsniveau gegeneinander an und alle Teilnehmenden haben eine faire Chance, eine Medaille zu gewinnen. Auch die Qualifikation an einem nächst höheren Wettbewerb wird durch die Klassifizierung für jeden Athleten möglich. Dabei sollte jede Leistungsklasse aus mindestens drei und maximal acht Athleten bestehen. 

Bild Special Olympics S.A.

Projekt „Wir gehören dazu – Menschen mit geistiger Behinderung im Sportverein“

Mit dem Projekt „Wir gehören dazu – Menschen mit geistiger Behinderung im Sportverein“, gefördert durch die Aktion Mensch Stiftung, soll der Sportverein als zentraler Sozialraum für Menschen mit geistiger Behinderung (MmgB) geöffnet werden. 

Bild Wir gehören dazu

Teilhabe und Öffnung des organisierten Sports

Das Projekt zielt darauf ab, an verschiedenen Standorten im gesamten Bundesgebiet Zugänge für MmgB in Sportvereine zu schaffen, um – basierend auf dem Wunsch- und Wahlrecht – regelmäßig Sport treiben zu können und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten vor Ort zu stärken. Sachsen-Anhalt/Sachsen ist eine von insgesamt 6 Projektregionen in Deutschland. Dem Sportverein kommt für das Sporttreiben und die dadurch vermittelte gesellschaftliche Teilhabe aller Altersgruppen eine besondere Bedeutung zu. Im Sportverein selbst werden Strukturen geschaffen, damit MmgB an den Angeboten teilnehmen, bzw. neue Angebote entstehen können. Das Projekt richtet sich an MmgB aller Altersklassen und hat eine Laufzeit von 5 Jahren (bis 30.04.2024). Organisationen der Behindertenhilfe werden mit ihrer Expertise als Berater und Mittler in den lokalen Prozess aktiv mit eingebunden. In den Regionen sind Koordinationsstellen eingerichtet, die die Partner vor Ort unterstützen und beraten. Eine breite Öffentlichkeitsarbeit wird das Projekt bundesweit begleiten. Für das Projektland Sachsen-Anhalt/Sachsen ist Regionalkoordinator Georg Melzer Ihr Ansprechpartner. Bei Interesse und für mehr Informationen zum Projekt steht er Ihnen in der Geschäftsstelle von Special Olympics Sachsen-Anhalt gern zur Verfügung. Nach Beendigung des Projektzeitraumes soll das Projekt bundesweit fortgeführt werden. Anhand vorhandener Best Practice Beispiele sollen andere Vereine lernen und in Zukunft selbstständig inklusive Sportangebote unterbreiten.

Qualifizierung

Weiterhin werden im Rahmen des Projekts Qualifizierungen von Übungsleiterinnen und Übungsleitern umgesetzt. Special Olympics hat dazu 3 Module entwickelt. In den Fortbildungen wird praxisnah ein Einblick gegeben, wie man Sportangebote für Menschen mit Behinderungen durchführt, bzw. inklusive Angebote schafft und was dabei die Gelingensfaktoren sind. Die Angebote werden in Kooperation mit dem Landessportbund, den Kreis- und Stadtsportbünden für Lizenzerwerb und –verlängerung der DOSB-ÜL-C-Lizenz sportartübergreifender Breitensport anerkannt.

Eine Übersicht zu den Bildungsangeboten im Rahmen des Projekts finden Sie in der PDF Datei unten

Leichte Sprache

Die Informationen zum Projekt in Leichter Sprache finden Sie in der PDF Datei unten

Projekt-Flyer

Im Bereich Download finden Sie den aktuellen Projekt-Flyer. 

Evaluation

Das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport in Köln ist für die projektbegleitende Evaluation verantwortlich. Dadurch sollen zentrale Erfolgs- und Hemmnisfaktoren der vorhandenen Sportstrukturen identifiziert sowie passgenaue Durchführungsstrategien und Maßnahmen für bestehende Herausforderungen entwickelt werden.

FIBS

 

Förderer des Projekts

Aktion Mensch

Ihr Ansprechpartner

Georg Melzer

Regionalkoordinator Sachsen-Anhalt/Sachsen für „Wir gehören dazu – Menschen mit geistiger Behinderung im Sportverein“

Tel: +49 (0) 345 – 521 657 50

 
Veranstaltungen

Nächste Veranstaltungen:

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Kontakt

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